Forchheimer mischen in Roth mit

 

Am kommenden Sonntag fällt dieses Jahr bereits um 6:00 Uhr der Startschuss der ersten Startgruppe des Challenge Roth über die Triathlon-Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen). Stark vertreten sein werden die Forchheimer Farben mit sieben Einzelstartern und einer Staffelbeteiligung.

Bernd Hagen, Startnummer 45, Start: 6:00 Uhr
Als Inhaber der Profilizenz möchte der 36-jährige Möhrendorfer 10 Jahre nach seiner ersten Teilnahme in Roth eine neue Bestzeit realisieren. Glück könnte er dabei haben, da sich das Kanalgewässer trotz der Hitze nicht so stark erwärmt hat, dass wohl mit Neoprenanzug geschwommen werden darf. Seine Traumzeit wären 8:29 Std., wobei er nach 54 Min. aus dem Wasser sein will, 4:38 Std. auf dem Rad und 2:55 Std. zu Fuß unterwegs sein will. Seine Vorbereitung lief abgesehen von einer dreiwöchigen Laufpause im Mai aufgrund von Hüftproblemen vielversprechend.

Christian Seeberger, Startnummer 141, 6:10 Uhr
Der 29-jährige Ingenieur hat noch eine Rechnung mit diesem Rennen zu begleichen. Vor zwei Jahren musste er bei 12 Grad und Regen am Anfang der Laufstrecke mit unterkühlter Muskulatur aussteigen. Diese Gefahr dürfte ihm diesmal nicht drohen. Seine Wunschzeit von 9:30 Std. bei seinem vierten Langdistanztriathlons möchte der starke Radfahrer mit Splits von einer Stunde Schwimmen, 5 Stunden Radfahren und 3:30 Std. Laufen bewältigen. Die Vorbereitung lief verletzungsfrei und gut, allerdings fielen die Umfänge dieses Jahr im Vergleich deutlich geringer aus. Auf dem Rad kann er in diesem Jahr auf 5000 Trainingskilometer zurück blicken. Zu Fuß war er zuletzt 50 km in der Woche unterwegs.

Wolfgang Christel, Startnummer 786, 6:40 Uhr
Auf eine nahezu verletzungsfreie und ziemlich gut verlaufene Vorbereitung, zumeist in der Trainingsgemeinschaft mit Henry Ludwig und Klaus Dresel (Strullendorf) kann Wolfgang Christel zurückblicken. Bestätigt wurde er dabei auch durch die gute Leistung bei der Deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz in Kulmbach. Sein Pensum bei 10 bis 20 Std. wöchentlich: 180 km im Wasser, 6500 km am Rad und 750 km Laufen. In seiner Altersklasse dürfte er damit bestens vorbereitet sein, um ganz vorne mitzumischen.

Henry Ludwig, Startnummer 1585, 7:00 Uhr
Zehn Jahre nach seinem ersten Start in Roth soll sich für Ludwig der Kreis schließen. Damals blieb er mit 11:53 Std. knapp unter der 12-Stunden-Marke. Dieses Mal rechnet er sich eine Zeit zwischen 11:15 Std. und 11:45 Std. aus (1:15 Std./5:30 Std./4:30 Std.). Ohne Verletzungen konnte er die vergangenen Monate exakt nach Plan des ehemaligen mehrfachen Forchheimer Ironman Stefan Leis absolvieren, der ihn teils sogar bremsen musste in seinem Trainingseifer. Ohne Alkohol während der letzten drei Monate und mit 11 kg weniger geht der Weingenießer hoch motiviert an den Start. Beruflich bedingt musste er sein Training, bei dem neben den drei Hauptdisziplinen auch viele Kilometer auf Skikes (eine Art Rollski) und etliche Stunden zur Stabilisierung der Haltemuskulatur auf dem Plan standen, vor allem am Wochenende absolvieren. Dass er bestens vorbereitet ist, zeigen nicht zuletzt seine Ergebnisse in Kulmbach und zum Abschluss in Bamberg. Auf die Unterstützung seiner Frau und Kinder konnte er sich nicht nur während der Trainingsmonate, sondern auch am Sonntag bauen.

Karlheinz Loskarn, Startnummer 1887, 7:10 Uhr
Zum ersten Mal wird Karlheinz Loskarn den Startschuss einer Langdistanz als Teilnehmer miterleben können. In seiner Vorbereitung baute er auf die Trainingsplanung von außen und hofft damit, die 12-Stunden-Marke bei seiner Premiere unterbieten zu können. Zwei Trainingslager auf Mallorca und Abu Dhabi trugen vor allem auf dem Rad zu einer deutlichen Steigerung bei. Seit November hat er sich auf sein Highlight vorbereitet und blickt bei durchschnittlich 17 Stunden Training in der Woche auf 170 km Schwimmen, 6000 km Radfahren und 750 km Laufen zurück. Großes Kämpferherz will er am Sonntag bei seiner schwächsten Disziplin am Ende beweisen.

Roland Hübschmann, Startnummer 1922, 7:10 Uhr
Sein Training ohne Trainingslager, nach Schichtplan im Rettungsdienst und Wetter richtete der Kirchehrenbacher aus, der zwar schon lange im Ausdauerdreikampf unterwegs ist, aber am Sonntag ebenfalls seine erste Langdistanz bestreitet. Mit zwei Schwimmeinheiten in der Woche, 40 km Laufen wöchentlich und 4.500 km seit Jahreswechsel am Rad hofft er bei seiner Premiere unter 11 Stunden bleiben zu können. Dabei sollte es auch bei ihm vor allem eines nicht sein: heiß!

Mario Kühlwein, Startnummer 1980, 7:10 Uhr
Oft gemeinsam mit Loskarn im Training unterwegs war der dritte Debütant Mario Kühlwein. Der ausgebildete Fitnesstrainer fühlt sich dabei in den ersten beiden Disziplinen gut vorbereitet, hab aber vor dem abschließenden Marathon riesigen Respekt. Denn bei der gut verlaufenen Vorbereitung bremsten ihn Achillesehnenprobleme vor allem beim Laufen etwas aus. Eine Zielzeit gibt es bei ihm daher nicht, heil und gesund ins Ziel zu kommen, steht ganz oben auf seiner Wunschliste für Sonntag.

Staffel „Forchheimer Tri-Impuls“, Startnummer 4518, 8:45 Uhr
In der letzten Startgruppe gehen die drei Forchheimer Carsten Wink (Schwimmer), Frank Deobald (Rad) und Markus Glier (Laufen) auf die Strecke. Neben Spaß am Wettkampf träumen die drei dabei von einer Zeit unter 10 Stunden. Nach seiner Einzelteilnahme im letzten Jahr will Carsten Wink nach Möglichkeit seine Vorjahresschwimmzeit (1:14 Std.) unterbieten. Kein leichtes Unterfangen, da er berufsbedingt viel auf Achse ist und nur unregelmäßig im Wasser seine Trainingskilometer abspulen kann. So hat er vor allem viel im Laufen gearbeitet, was ihm zu einer Verbesserung seiner Halbmarathon-Bestzeit um sage und schreibe 20 Minuten beflügelte. Den Radpart übernimmt Frank Deobald, der mit 7000km und 35.000 Höhenmetern am Rad bestens vorbereitet sein dürfte. Markus Glier, mit 1.000 km per pedes ebenfalls fleißig unterwegs, übernimmt den Schlusspart der Staffel. Seine Halbmarathonbestzeit steht bei 1:55 Std.