Hagen wird Bayerischer Vizemeister
Gärtner trotz Radsturz mit super Debüt

  

Äußerst erfolgreich endete der Erlanger Triathlon für die Forchheimer Triathleten. Über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 20 km Laufen) gingen mit Bernd Hagen und Ralf Gärtner zwei Kandidaten für die vordersten Plätze an den Start. Vom Start weg konnten sich beide in der ersten Verfolgergruppe im Rhein-Main-Donau Kanal positionieren. Lediglich ein Duo mit dem späteren Sieger Andreas Dreitz (ASC Kronach) konnte noch vor ihnen den Kanal verlassen. Als Hagen beim Schwimmausstieg Gärtner, der seinen ersten Triathlon über die Mitteldistanz bestritt, direkt vor sich sah, wusste er, dass das Schwimmen hervorragend gelaufen ist. Obwohl auch Gärtner zügig los fuhr, war von Hagen bald nichts mehr zu sehen, denn dieser stellte bereits nach 5 km den bis dahin Zweitplatzierten und machte sich auf die Verfolgung von Dreitz. Mit super Beinen bis zum zweiten Wechsel schaffte er es, den Rückstand auf Dreitz, dem momentan am Rad keiner das Wasser reichen kann, mit vier Minuten beim Wechsel zum Laufen im Rahmen zu halten. Mit hohem Risiko schlug er dann auf der Laufstrecke ein hohes Anfangstempo an und konnte den Rückstand auch etwas verringern. Auf der zweiten Laufrunde durch den Mönauwald wurden dann die Beine doch etwas schwerer, so dass er trotz hervorragender Laufleistung noch einen Platz abgeben musste. Mit lediglich dreiminütigem Rückstand erreichte er noch unter dem alten Streckenrekord Gesamtplatz 3, was zugleich den Bayerischen Vizemeistertitel und Meistertitel in der Altersklasse M35 bedeutete. Auch Gärtner hinterließ auf dem Rad einen starken Eindruck. Das Forchheimer Sturzpech in dieser Saison sollte allerdings auch ihn in der zweiten Radrunde ereilen, als er auf der nassen Fahrbahn in einem Kreisverkehr stürzte. Weitestgehend unverletzt, doch den Krämpfen nach dem Sturz nahe, konnte er das Rennen fortsetzen und als 18. zum Laufen wechseln. Mit 3:40 Minuten für den ersten Kilometer schlug auch er ein hohes Lauftempo an, drosselte sich aber dann auf 4:00 Minuten pro Kilometer, was er relativ lange durchlaufen konnte. In der zweiten Runde mit bereits einigen gut gemachten Plätzen auf der Laufstrecke bekam er dann Probleme mit Krämpfen, die ihn zu kurzen Dehnpausen zwangen, so auch leider 500m vor dem Ziel, so dass er am Ende noch drei Plätze verlor. Dennoch war er als Gesamt-16., 11. der bayerischen Meisterschaft und Bayerischer Vizemeister der Altersklasse M 20 mehr als zufrieden mit seinem Debüt über die bisher ungewohnte Strecke. Mit dem Motto „Vollgas von Anfang an“ ging Roland Hübschmann nach seinem klasse Debüt in Roth an den Start. Nach anfänglichem Platzkampf im Wasser konnte er sich gut positionieren und nach ordentlicher Schwimmzeit und gutem Wechsel zum Radfahren wechseln. In ständiger Begleitung der späteren Damensiegerin Isabell Jungfer (Erlangen) absolvierte er den zweiten Part im durchgehend hohen Tempo von 38 km/h. Danach folgte der bisher mit Abstand beste Lauf in Erlangen, so dass er zwar am Ende haarscharf an der 4:10 Std.-Marke vorbei schrammte, aber als 6. Bayer der AK 45 eine deutliche neue persönliche Bestzeit realisieren konnte. Unter einem ungünstigen Stern stand der Wettkampf für Carsten Thierfelder. Nicht nur eine leichte Zerrung in der Vorwoche, sondern auch Magen-Darmprobleme sollten ihn behindern. Starten wollte er trotzdem, konnte aber während des gesamten Rennens lediglich eineinhalb Energiegels und eine Flasche Flüssigkeit zu sich nehmen, viel zu wenig, um den Körper mit der nötigen Energie zu versorgen. So konnte er bis zum Ende seinen Motor nicht in Schwung bringen und absolvierte den Wettkampf weit unter seinen Möglichkeiten. Ein Highlight nach seiner großen kämpferischen Leistung war dann jedoch der gemeinsame Zieleinlauf mit seinem Sohn.

Über die Kurzdistanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/11 km Laufen) starteten Martin Schulz und Nadja Ludwig. Für Schulz fing das Schwimmen alles andere als nach Plan an, denn er verlor nicht nur seine Schwimmmütze, sondern auch seine Brille. Dennoch konnte er mit einer ordentlichen Zeit das Wasser verlassen. Auf der Radstrecke machte er dann mit der 14.-besten Radzeit etliche Plätze gut, obwohl er sich in den Kurven und an den Hügeln mit der Hinterradscheibe etwas schwer tat. Mit einer mehr als ordentlichen Laufzeit kam er als 18. ins Ziel. In ihrem zweiten Rennen über die leicht verlängerte Kurzdistanz wollte Nadja Ludwig die magische 3-Stunden-Marke unterbieten. Zum ersten Mal mit Neoprenanzug postierte sie sich am Start diesmal etwas weiter vorne und bekam dadurch auch erstmalig die volle Härte des Massenstarts zu spüren. 300 Meter und einige Schläge und Tritte später konnte sie dann aber ihren eigenen Rhythmus anschlagen und verließ exakt nach Planvorgabe den Kanal. Mit einem Schnitt von über 30 km/h, aber dennoch kräftsparend genug für den abschließenden Lauf absolvierte sie einen gleichmäßigen Radpart. Mit dem beruhigenden Gefühl, noch über eine Stunde Zeit für die abschließenden 11 km per pedes zu haben, steigerte sie sich zu ihrer persönlich besten Laufzeit von 56:09 Minuten. Glücklich und mit jeder Menge Motivation für nächstes Jahr überquerte sie deutlich unter drei Stunden die Ziellinie.