Cologne226

Thomas Schmidt krönt nach großem Kampf sein Ironman-Debüt


Für Thomas Schmidt sollte nach einer starken Saison bei den Ligawettkämpfen der krönende Abschluß bei seiner ersten Triathlon-Langdistanz beim Cologne226 kommen. Perfekte Bedingungen herrschten bei Sonnenschein und 20 Grad Wasser- und Lufttemperatur. Erleichtert wurde die Orientierung beim Schwimmen durch die eingezogenen Bahnen, schließlich fand die Auftaktdisziplin im Regattabecken der Ruderer statt. Fast wie im Schwimmbad konnte Schmidt nach 1:00:52 Std. die Auftaktdisziplin, bei der er fast durchgehend alleine schwamm, absolvieren. Ein Kuriosum passierte ihm auf der Radstrecke nach ca. 60 km., als sich der Schnellspanner seiner Hinterradscheibe öffnete, der aber glücklicherweise bis zum zweiten Wechsel keine Probleme mehr machte. Auf der flachen Strecke herrschten an diesem Tag dann erfreulicherweise beinahe windstille Bedingungen, die ein schnelles Vorankommen ermöglichten. Einen richtig großen Hänger hatte er nach ca. 100 km zu bewältigen, was ihm einige Plätze gekostet hatte, da er sich auch etwas mit der benötigten Energiemenge verschätzte. Mit einigen Energieriegeln ließ sich aber dieser Hänger wieder beheben und so konnte er mit der zweiten Luft sich wieder einige Plätze zurück erkämpfen, war aber dennoch sehr froh als er nach 5:08:32 Stunden die 180 Radkilometer hinter sich gebracht hatte und als ca. 60-ter seine Laufschuhe anziehen durfte. Nach dem Wechselzonenausgang mussten die Athleten erst einmal einig Treppen nach oben, um entlang des Rheins die flachen Laufkilometer zu erreichen. Schmidt fühlte sich an seine Triathlonanfänge zurück erinnert, denn die ersten Meter liefen richtig zäh wie auf Eiern. Ab Kilometer 2 ging es dann aber leicht bergab und Schmidt fand einen sehr guten Rhythmus. Angestachelt von zahlreichen Überholvorgängen konnte er den Lauf sogar genießen, bis nach 32 km der berüchtigte Mann mit dem Hammer kam und Schmidt der Erschöpfung mehr als nahe war. Die letzten fünf Kilometer waren das härteste, was er als Sportler je erlebt hat, aber er konnte ohne Gehpausen durchlaufen, um nach einem 3:28-Stunden-Marathon einen frenetischen Zieleinlauf zu genießen. Mit einer Gesamtzeit von 9:45:18 Std. wurde er mit einem hervorragenden 23. Gesamtrang belohnt.