Sieg in der Mixed-Wertung beim ersten Gore-Tex Transalpine-Run

Einen Saisonabschluss der besonderen Art suchten sich dieses Jahr die beiden Forchheimer Susi Zettl und Matthias Dippacher mit dem Gore-Tex Transalpine Run aus. Insgesamt gingen 97 Zweier-Teams aus 10 Nationen in Oberstdorf im Allgäu an den Start, um eine Woche später das Ziel in Latsch in Südtirol zu erreichen. Auf diesem Weg mussten 202 Kilometer und knapp 10. 000 Höhenmeter in 7 Etappen bewältigt werden. Tagesetappen von 833 bis 2.387 Höhenmetern Aufstieg und zwischen 20 und 39 Kilometern Horizontaldistanz sowie einem Bergsprint forderten dabei den vollen Einsatz der Athleten.

Am Ende konnten sich die beiden Athleten über einen sensationellen Sieg in der Mixed- Wertung freuen, wobei sie sogar das Team um die Gigathlon- Siegerin 2002, Silvia Pleuler und ihrem Partner Jürg Pleuler mit 2 Stunden Vorsprung auf den zweiten Rang verweisen konnten. Selbst in der Gesamtwertung mussten sie nur sechs Männerduos den Vortritt lassen.

Bereits nach dem Prolog in Oberstdorf haben sich die beiden bis dahin in der alpinen Laufszene Unbekannten überraschend das Leader-Trikot in der Kategorie Mixed erkämpft und waren dabei selbst von ihren Bergläufer-Qualitäten überrascht. Doch selbst nach ihrem Prologsieg traute ihnen die Konkurrenz über die Woche hinweg ein nicht annährend so gutes Ergebnis zu, was sich nachher als fatale Fehleinschätzung herausstellen sollte. Hoch motiviert durften sie somit am nächsten Tag aus der ersten Reihe starten. Dies sollte sich auch an den darauf folgenden Tagen nicht ändern, denn es gelang ihnen bei jeder Etappe den Tagessieg der Mixed-Duos zu holen und somit ihren Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Obwohl so manche Etappe an die körperlichen Grenzen ging, konnten sie die landschaftlich wunderschönen Routen genießen. Die Strecken verliefen überwiegend auf Forst- und Wanderwegen, aber auch Ausflüchte in Steigen. An schwierigen Passagen waren auch die Kletterfähigkeiten der Teilnehmer gefragt, zumal es sogar zweimal über Schneefelder und Gletscherreste ging. Ein großer Vorteil über die Woche voller Belastung war sicherlich die enorme Regenerationsfähigkeit der beiden, was bei solch einem Mehrtagesrennen die Basis zum Erfolg ist. So konnten sie selbst die letzte Etappe mit 38 km und fast 1000 Höhenmetern in 3:16 Std. bewältigen und damit überglücklich nach einer Gesamtzeit von 22:46:33 Stunden mit großem Vorsprung ins Ziel einlaufen.

Neben der sportlichen Herausforderung waren die Begegnungen und neu gewonnen Freundschaften mit dem multikulturellen Teilnehmerfeld aus Berg-, Marathon-, Ultra- und Abenteuerläufern eine unvergessliche Erfahrung für die beiden Triathleten. Für Susi Zettl war es nach dem sechsten Platz beim Quelle Challenge in Roth zweifelsfrei der größte Erfolg ihrer sportlichen Laufbahn.