Forchheimer Großaufgebot beim Challenge Roth
Wenn am 13.7.2008 der Startschuss zum Quelle Challenge in Roth über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen fällt, werden von den neun Forchheimer Einzelstartern und vier Staffeln mit Forchheimer Beteiligung drei Triathleten des SSV Forchheim mit einem besonderen Ziel an den Start gehen. Schließlich wird im Rahmen des Rother Traditionsevent mit knapp 2700 Einzelstartern und 500 Staffeln auch die Deutsche Meisterschaft im Einzel und der Mannschaft ausgetragen. Die drei besten Athleten jedes Vereines bilden dabei die Mannschaftswertung. Der Fränkische Tag hat sich mit den drei Forchheimer Hoffnungsträgern Bernd Hagen, Christian Seeberger und Frank Müller vor dem Langdistanztriathlon unterhalten.
Zum Interview mit Christian Seeberger
Zum Interview mit Frank Müller
Außerdem nehmen am Sonntag beim Challenge Roth sechs weitere Forchheimer Einzelstarter die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen in Angriff. Daneben sind vier Staffeln mit Forchheimer Beteiligung gemeldet.
Anita Trinkerl (Startnummer 92, 6:20 Uhr):
Momentan das Sorgenkind ist die 28-jährige Kersbacherin. Seit einigen Wochen plagt sie sich mit einem Fersensporn und einer entzündeten Plantarsehne herum, die sie statt Laufen zum Aquajoggen zwangen, ihr ihren Optimismus aber nicht nehmen konnten. Bereits seit Januar begann sie sich nach ihrem tollen Debüt im Vorjahr (37.Frau in 10:57 Std.) auf die Langdistanz vorzubereiten. Gerade in ihrer bisher schwächsten Disziplin auf dem Rad hat sie es seitdem auf 6200 km gebracht und große Fortschritte erzielen können, was sie bei ihrem einzigen Vorbereitungswettkampf in Altenkunstadt als 5.Frau bereits im Mai eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Ihr Ziel ist trotz der Verletzung am Renntag gerade beim Laufen gut durch zu kommen und im Ziel von ihrem Mann Markus Trinkerl, der selbst startet, empfangen zu werden. Wenn alles glatt läuft, ist ihr dabei durchaus eine Zeit von 10:30 Stunden zuzutrauen, wenn der Fuß mitspielt. Wolfgang Christel (Startnummer 601, 6:55 Uhr):
Mit Wolfgang Christel stellt sich dieses Jahr ein Triathlet der ersten Stunde der Herausforderung in Roth. Schließlich betreibt Christel schon seit 1984 den Triathlonsport und war auch in den Anfängen des Ironman Hawaii im Jahr 1986 bereits mit von der Partie. Im Laufen kann der 50-jährige Ingenieur gar auf eine Marathonbestzeit von 2:37 Stunden zurückblicken und auch seine Ironman-Bestzeit von 11:10 Stunden beim Ironmönch in Kulmbach aus dem Jahr 1995 kann sich durchaus sehen lassen. Trotz dieser langen Triathlonvergangenheit hat er sich seit November letzten Jahres erst auf seinen vierten Langdistanztriathlon vorbereitet und hofft dabei nicht nur auf eine gute Altersklassenplatzierung, sondern auch, unter 11 Stunden im Ziel zu sein. Seine Vorbereitung lief abgesehen von kleineren Verletzungsproblemen beim Laufen recht gut, so dass er es seit Januar mit 8000 Radkilometern im Schnitt auf 12 bis 15 Stunden Training in der Woche gebracht hat und seine Form bereits mit dem Altersklassensieg beim Triathlon in Altenkunstadt sowie dem 8.Altersklassenplatz bei der Deutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz in Kulmbach unter Beweis stellen konnte.Harald John (Startnummer 605, 6:55 Uhr):
Der 39-jährige Gebietsverkaufsleiter startet nach 2007 zum zweiten Mal beim Challenge Roth. Seine Vorjahreszeit von 10:28 Std. will er dabei um rund eine halbe Stunde verbessern, um die 10-Std.-Marke zu knacken. Kein leichtes Unterfangen, aber angesichts seiner gut verlaufenen Vorbereitung in der „super Trainingsgruppe beim SSV“, wie er selbst sagt, sollte es mit den geplanten Splitzeiten von 57 Minuten im Wasser, 5:20 Std. auf dem Rad und 3:40 Std. beim Laufen durchaus machbar sein. Bereits Mitte Oktober 2007 begann er sich auf das Event vorzubereiten und bringt es seit Jahresbeginn auf 200 km Schwimmen, 4.500 km Radfahren und 800 km Laufen, was immerhin bis zu 20 Stunden Training in der Woche bedeutet. Jürgen Mirschberger (Startnummer 804, 7:00 Uhr):
Mit dem Abteilungsleiter der Triathlonabteilung des VFB Forchheim steht ein Debütant über die Langdistanz an der Startlinie. Ein Kuriosum begleitet ihm auf seinem Weg, schließlich war bei seinem ersten Triathlon im Jahr 1992 die gemeinsame Premiere mit einem damaligen Arbeitskollegen, der nun auch in Roth mit ihm zum ersten Mal über die Langstrecke an den Start geht. Seit Januar bereitet sich der 43-jährige Industriekaufmann vor und hat dabei vor allem in seiner schwächsten Disziplin Laufen das Trainingspensum deutlich erhöht. Zwei Testwettkämpfe über die Kurzdistanz in Amberg die Sprintdistanz in Bamberg sowie die Mitteldistanz in Hannover durften beim guten Schwimmer und Radfahrer auf seinem Weg, die 12-Stunden zu unterbieten, ebenfalls nicht fehlen. Ein Knackpunkt für ihn wird sicherlich der abschließende Marathon werden, den er gerne noch in 4:45 Stunden laufen möchte.Markus Herfurth (Startnummer 818, 7:00 Uhr):
Der Feuerwehrmann absolvierte 1999 seinen ersten Triathlon über die Sprintdistanz. Seit seinem ersten Start in Roth im Jahr 2001 brachte er es seitdem auf 5 Starts in der Triathlonhochburg mit einer Bestzeit von 12:08 Std. Trotz des Spagates zwischen Beruf, nebenberuflichem Studium und dem relativ späten Trainingseinstieg hofft er auf eine Zeit um 12 Stunden, wobei das Ankommen dieses Jahr das oberste Ziel ist.Thomas Salzner (Startnummer 1707, 7:20 Uhr):
Der gebürtige Mittelfranke ist bereits siebenfacher Ironman, davon alleine sechs Mal in Roth und der Sportart bereits seit 17 Jahren verbunden. Erst seit letztem Jahr lebt der 41-jährige kaufmännische Angestellte mit seiner Familie in Wiesenthau und hat sich seitdem den Forchheimer Triathleten angeschlossen. Aufgrund seines geringen Zeitbudgets versucht er mit nur 8 Stunden durchschnittlichem Training in der Woche eine ordentliche Zeit zu erreichen. Vorbereitet hat er sich durch die Rennen in Kulmbach über die Sprintdistanz, die er als 27. beenden konnte sowie über die Sprintdistanz in Bamberg am vergangen Wochenende, die er als 14. meistern konnte.
Staffeln:
Wolleschensky Personalmanagement (Startnummer 3218, 8:35 Uhr):
Eine starke Staffel geht mit Cornelia Zumpe als Schwimmerin, Florian Loos als Radfahrer sowie Benjamin Kraus ins Rennen, so dass das Ziel auch mit Platz 1-3 der Mixed-Staffeln ausgegeben wurde. Die 25-jährige Triathletin und Doktorandin Zumpe ist dem Schwimmsport bereits seit 15 Jahren verbunden und will an ihre hervorragende Staffelschwimmzeit aus dem Vorjahr von 53:46 Minuten anknüpfen, ehe sie den Zeitchip als Staffelholz an den SSV-Kapitän und ihren Lebensgefährten Florian Loos übergibt. Wenn es bei ihm ordentlich läuft, so ist ihm erneut eine ähnliche Zeit wie im Vorjahr (4:52 Std.) oder gar darunter zuzutrauen. Die Staffel ins Ziel laufen wird der 29-jährige Heroldsbacher Benjamin Kraus, der sich nicht schonen wird und versuchen wird, den Marathon in 2:40 Stunden hinter sich zu bringen. Angesichts seiner neuen Halbmarathonbestzeit in diesem Jahr von 1:12:51 Std. sollte das durchaus möglich sein.Der Beck, Team 1 (Startnummer 3228, 8:35 Uhr):
Thomas Trzewik wird in dieser Staffel den Laufpart übernehmen und dabei versuchen, in die Region seiner Marathonbestzeit von 2:59 Stunden zu kommen. Er steht bereits zum zweiten Mal als Staffelläufer am Start und peilt zusammen mit seinen beiden Bayreuther Staffelkollegen eine Gesamtzeit von 9:10 Stunden an. Dafür hat er im Schnitt 85 km in der Woche seine Laufschuhe geschnürt und dieses Jahr bereits einen zweiten Platz in der Staffel beim Mönchshoftriathlon in Kulmbach vorzuweisen.Der Beck, Team 2 (Startnummer 3384, 8:40 Uhr):
Nur sechs Wochen nach seinem Finish beim Ironman Lanzarote wartet auf Alexander Endres der nächste Start über eine Triathlon-Langdistanz, wenn auch nur als Schwimmer in einer Staffel. Er springt für den verletzten Bernhard Lauger in die Presche und will in seiner eigentlich schwächsten Disziplin versuchen, die 3,8 km unter einer Stunde zu absolvieren und übergibt dann an Reinhold Trautner, der zum ersten Mal 180 km unter Zeitdruck hinter sich bringt. Mangels Erfahrung fällt es ihm daher schwer, eine Zeit zu prognostizieren. Angesichts seiner 3500 Trainingskilometer wäre er mit 6 Stunden zufrieden. Auch der 40-jährige Verwaltungsfachangestellte springt lediglich als Ersatz ein und ließ daher sein restliches Schwimm- und Lauftraining und andere Triathlonstarts auch nicht ganz sausen.Die R-AG (Startnummer 3396, 8:40 Uhr):
Mit der Schwimmerin Gudrun Scholz und der Läuferin Anni Lange sind zwei Prämierenstarter in der Staffel vertreten, während Rüdiger Pipp als Radfahrer die 180 km bereits kennt. Die 43-jährige Teilzeitkauffrau Scholz möchte nach Möglichkeit das Wasser nach 1:20 Stunde verlassen haben, um an Rüdiger Pipp zu übergeben. Anni Lange wird in der Staffel ihren ersten Marathon laufen und sich dafür eine Zielzeit zwischen 3:30 und 3:45 Stunden vorgegeben.