Otzelberger und Loos in vorderster Front
Zur 25-jährigen Jubiläumsausgabe des Ötztaler-Radmarathons begaben sich neben den beiden Lizenzfahrern (RC Herpersdorf) Peter Otzelberger und Steffen Loos auch die Triathleten Christian Seeberger, Florian Loos, Frank Müller sowie der ehemalige Fussballer Tobias Friedrich. Der Rundkurs um Sölden konnte mit 4.500 Startern nicht nur mit einem der größten Starterfelder, sondern mit 238 Kilometern und 5.500 Höhenmetern auch einem der schwersten Profile aufwarten. Zunächst ging es über den Kühtaipass über 18,5 km und 1165 Höhenmeter, gefolgt vom 39 km langen Brennerpass, mit 605 Höhenmetern aber dem 15,5 km und abermals 1.100 Höhenmetern auf die Teilnehmer, ehe es zum qualvollen Schlussanstieg mit 29 km Länge und 1.800 Höhenmetern aufs Timmelsjoch ging.
In der ersten Gruppe der 400 besten Fahrer durften drei Minuten vor dem großen Hauptfeld Peter Otzelberger und Steffen Loos an den Start gehen. Während der ersten drei Bergwertungen legte Otzelberger bergauf dabei immer das Tempo für seinen Teamkollegen und Trainingspartner vor, während dieser den teils kleinen Rückstand an den Passhöhen auf den Abfahrten stets wettmachen konnte. So nahmen die beiden auch den letzten Anstieg gemeinsam in Angriff, wo Steffen Loos bereits am Fuße des Timmelsjochs Probleme hatte, das hohe Tempo von Otzelberger mitzugehen. Bis zum Kulminationspunkt vergrößerte sich die Differenz der beiden auf knapp 5 Minuten, so dass Otzelberger auf der abschließenden Abfahrt seinen Vorsprung nahezu behalten konnte und bereits nach 8:43:54 Std. als 275. knapp vor Steffen Loos (294. in 8:47:11 Std.) und weit unter der angestrebten 9-Std.-Marke eine hervorragende Platzierung einfahren konnte.
Im großen Hauptfeld machte Florian Loos bis zum Brennerpass mächtig Druck, so dass es ihm sogar gelang, den dreiminütigen Rückstand auf Peter Otzelberger und seinen Bruder Steffen Loos zu egalisieren. Am Jaufenpass musste er dieser Aufholjagd jedoch Tribut zollen, so dass Christian Seeberger von hinten wieder auf ihn auffahren konnte, um ihm dann bis zum Gipfel auf 2.090 Meter weiter zu distanzieren. Zwar hatten am Schlussanstieg beide mit den nicht enden wollenden Serpentinen schwer zu kämpfen, jedoch konnte Seeberger auch hier das höhere Tempo der beiden anschlagen, so dass er sich nach 9:08:59 Std. als 494. einige Plätze vor Florian Loos (575. in 9:15:00 Std.) platzieren konnte. Bis zur Mitte des ersten Anstieges fuhren Tobias Friedrich und Frank Müller Seite an Seite. Dann musste Müller, der zu Beginn dieses Tages über Magenprobleme klagte, erst einen unfreiwilligen Zwischenstop einlegen, um kurze Zeit später durch einen Plattfuss weiter an Boden zu verlieren. Friedrich fuhr unterdessen ein beherztes Rennen, wobei auch ihm der Brennerpass durch ein zu hohes Tempo viel Kraft kostete. Die verlorenen Reserven machten sich dann am Jaufenpass bemerkbar, wo er sich bereits erschöpfter als ihm lieb war, die Kurvenstraße hocharbeitete. Zur Mitte des Anstieges fuhr dann Müller wiederum an ihm vorbei, um den Vorsprung auch am Schlussanstieg nicht mehr abzugeben. Beide konnten damit als 887. (9:38:02 Std.) bzw. 967. (9:44:01 Std.) noch eine dreistellige Platzziffer realisieren.
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untere Reihe von links nach rechts: Florian Loos, Frank Müller, Christian Seeberger, Steffen Loos, Tobias Friedrich
oben: Peter Otzelberger