Frank Müller stürmt auf den vierten Platz

Acht Forchheimer Triathleten in Erlangen am Start

Die Gelegenheit, im benachbarten Erlangen am 16. Newline Kurz- und Mitteltriathlon teilzunehmen, ließen sich auch acht Forchheimer Dreikämpfer am 07.08. 2005 nicht entgehen.

Bei widrigen Bedingungen wurden die 600 Mitteldistanzathleten über 2 km Schwimmen in den 19°C kalten Rhein-Main-Donau-Kanal ins Wasser geschickt. Danach ging es über zwei flache Radrunden mit insgesamt 80,5 km durch die angrenzenden Landkreise, wobei sich auf der zweiten Runde zu den Regenschauern erschwerend auch noch ein stärker aufkommender Wind gesellte. Den Abschluss bildeten wiederum zwei Runden durch die Mönau, wobei die 20,6 km diesmal zu Fuß zu bewältigen waren.

Als schnellster Forchheimer Schwimmer erreichte Frank Müller (SSV) als 13. nach 29:19 Minuten die erste Wechselzone. Gut klar kam er mit den Bedingungen auf der Radstrecke, wo er sich Position um Position nach vorne kämpfte, so dass er mit einem Schnitt von knapp über 40 km/h nach 2:06:07 Std. den Radpart sowie die beiden Wechsel hinter sich bringen konnte und mit 5 Minuten Rückstand auf den Führenden und späteren Sieger Markus Schönweis (HDI SC Roth) als 3. auf die Laufstrecke ging. Nach nur einem Kilometer fiel er jedoch auf Platz 4 zurück, da der spätere Zweitplatzierte Matthias Kettemann (TSV Crailsheim) ein für ihn zu hohes Anfangstempo vorlegte. Obwohl er auf der zweiten Laufrunde ziemlich zu kämpfen hatte, hielt er seinen Vorsprung auf die Verfolger konstant bis ins Ziel, so dass er nach 1:22:28 Std. per pedes und 3:57:54 Std. knapp sechseinhalb Minuten hinter Schönweis als Gesamt vierter und 2. der TM 20 die Ziellinie überquerte.

Einen starken Wettkampf zeigte auch der mehrfache Ironman Alexander Endres (VfB), der bei seiner eigentlichen Schwäche im Wasser seine gute Form unter Beweis stellte und bereits nach 32:33 Minuten den Kanal verließ. Mit einer cleveren Renneinteilung auf dem Rad wollte er sich noch einige Körner für die Laufstrecke aufsparen und schlug somit ein konstant hohes, aber immer kontrolliertes Tempo an. Nach 2:11:54 Std. hatte auch er die beiden Wechsel sowie die zweite Teildisziplin hinter sich gebracht. Dass sich seine Taktik bewährt hatte, sollte sich beim Laufen bewahrheiten. So konnte er bis km 17 jeden Kilometer in bzw. knapp unter 4 Minuten zurücklegen. Leider bekam er dann etwas Magenprobleme, die ihn sogar zu Gehpausen zwangen. Dennoch kam er nach 1:26:18 Std. für den letzten Split und 4:10:45 Std. insgesamt als hervorragender 26. (7. TM 30) ins Ziel.

Nur zwei Plätze hinter ihm (28. / 8.TM 25) erreichte Christian Seeberger die Ziellinie. Nach einer ordentlichen Schwimmleistung (33:32 Minuten) brauchte er für den ersten Wechsel etwas länger als gewohnt, zeigte dann aber auf dem Rad seine gewohnt starke Radleistung, wo er nur drei Minuten auf den besten verlor, so dass er bereits nach 2:06:59 Std. als 13. seine Rad- gegen die Laufschuhe tauschen konnte. Leider ließ er sich von den kalten Bedingungen dazu verleiten, zu wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen, was dazu führte, dass er sich beim Laufen beinahe mit Krämpfen plagen musste und sich dann mehr als gewollt mit 1:31:47 Std. zu Fuß und 4:12:18 Std. insgesamt durchkämpfte.

Voll zufrieden mit seiner Leistung war der Mitteldistanz-Debütant Roland Hübschmann (VfB). Bereits beim Schwimmen deutete er mit 32:36 Minuten an, dass es für ihn ein hervorragender Tag werden sollte. Auf der Radstrecke (2:25:07 Std.) konnte er aufgrund der harten Bedingungen zwar nicht ganz sein angepeiltes Tempo verwirklichen, lag aber dennoch gut auf Kurs. Ohne Probleme verlief dann auch der Abschluss, bei dem er mit einer Splitzeit von 1:30:47 Std. noch einmal richtig Tempo machte, um als 93. (19. TM 30) in 4:28:30 Std. im Stadion einzulaufen.

Etwas hinter seinen eigenen Erwartungen zurück blieb diesmal Stefan Obenauf, der sich nach dem Schwimmen (42:33 Minuten) und dem Radfahren (2:26:51 Std.) etwas hinter seiner gesteckten Marschroute befand. Umso besser lief dann aber die letzte Disziplin, wo er noch einmal etliche Positionen gut machen konnte und mit 1:29:09 Std. in der Mönau nach einer Gesamtzeit von 4:38:33 Std. als 149. (36. TM 30) erlöst wurde.

Nach etlichen Jahren wagte sich Jürgen Mirschberger (VfB) ebenfalls wieder an den Start der Mitteldistanz. Wie schon zuletzt angedeutet, bewies er auch an diesem Tage im Wasser seine ansteigende Form und sah bereits nach 33:17 Minuten wieder festen Boden unter den Füßen. Nachdem er mit einem Radsplit von 2:27:15 Std. nur knapp hinter Hübschmann vom Rad stieg, überstand er auch seine schwächste Disziplin mit einer ordentlichen Leistung (1:48:14 Std.) ohne Probleme, so dass er die 5-Stunden-Marke mit 4:48:46 Std. als 206. Mann und 45. der TM 40 noch deutlich unterbieten konnte.

Etwas unverhofft kam der SSV-Neuling Carsten Thierfelder zu einem Startplatz über die für ihn völlig neue Distanz. Nachdem er seine Angstdisziplin im Wasser nach 48:08 Minuten besser als erwartet überstanden hatte, konnte der Wettkampf für ihn so richtig los gehen. Nach 2:38:51 Std. auf seinem Velo wechselte er zu seiner eigentlichen Zugangssportart und daher auch Schokoladendisziplin. Mit 1:38:40 Std. fürs Laufen konnte er nach 5:05:39 Std. als 289. Mann und 81. der TM 35 eine nicht für möglich gehaltene Endzeit realisieren.

Als einziger Forchheimer der 200 Kurzdistanzathleten über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 11,6 km Laufen stellte sich Thomas Wende den Bedingungen. Wieder einmal etwas Probleme bereitete ihm das Schwimmen im offenen Gewässer, so dass er nach 30:20 Minuten etwas hinter seinen Möglichkeiten dem Kanal entstieg. Eine ordentliche Leistung zeigte er dann auf dem Rad (1:23:32 Std.) und auf der Laufstrecke (1:02:27 Std.), um nach 2:56:19 Std. als 104. der Männer (20. TM 40) seine Vereinskollegen noch kräftig unterstützen zu können.