Zwei bayerische Meistertitel gehen nach Forchheim
Bernd Hagen nicht zu stoppen
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Gleich zwei Tage verbrachten die Triathleten der zweiten Herrenmannschaft des Team Hofmann Personalleasing SSV Forchheim um Bernd Hagen, Christian Seeberger, Markus Trinkerl, Thomas Schmidt und Steffen Lotter am Wochenende im Kulmbacher Raum. Am Samstag stand zunächst beim Mönchshof-Triathlon in Kulmbach der zweite Wettkampf der Ligaserie in der Regionalliga Bayern auf dem Programm, in dessen Rahmen gleichzeitig die Bayerische Meisterschaft über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen/ 40 km Radfahren/ 10 km Laufen) ausgetragen wurde. Bereits im Trebgaster See kam Bernd Hagen auf der etwas zu kurz geratenen Schwimmstrecke weit vorne aus dem Wasser. Nach knapp der Hälfte der Radstrecke hatte er dann sogar seinen Rückstand nach dem Schwimmen komplett wett gemacht und setzte sich an die Spitze des Feldes. Mit einem Schnitt von 42 km/h auf der welligen Radstrecke konnten ihm bis zum zweiten Wechsel nur noch vier Athleten folgen, die nicht immer die geforderten 10 Meter Abstand zum Vordermann einhielten. Trotzdem war nach seinem hohen Anfangstempo auf der Laufstrecke keiner der Verfolger mehr in der Lage, ihm zu folgen, so dass er mit einer knappen Minute Vorsprung Bayerischer Meister und Sieger der Regionalliga wurde. Nicht ganz zufrieden mit seiner Schwimmleistung war Christian Seeberger, dem dann beim ersten Wechsel das Öffnen seines Neoprenanzuges mehr Probleme bereitete als ihm lieb war, was ihm nochmals weitere Zeit kostete. Auf dem Rad donnerte er dann allerdings nur knapp eine Minute langsamer als Hagen durch den Kulmbacher Landkreis und machte etliche Plätze wieder gut. Mit einem konstanten Lauf platzierte auch er sich sehr ordentlich. Fast zeitgleich mit Hagen stiegen Steffen Lotter und Teamkapitän Thomas Schmidt aus dem Wasser. Während Schmidt auch auf dem Rad einen guten Tag erwischte und von Beginn an Druck machen konnte, hatte Steffen Lotter etwas Probleme, seine gewohnte Radform abzurufen. Knapp zwei Minuten hinter den beiden wechselte Markus Trinkerl nach ordentlichem Schwimmen aufs Rad, wo es richtig gut für ihn lief, so dass er nicht nur zahlreiche Kontrahenten, sondern auch seinen Teamkollegen Steffen Lotter passieren konnte. Zwar lief er die abschließenden 10 km mit der zweitbesten Forchheimer Laufzeit knapp über eine Minute schneller als Schmidt, konnte diesen aber nicht mehr einholen, da auch Schmidt einen sehr ordentlichen Lauf mit klar unter 40 Minuten hinlegte. Steffen Lotter ließ es kräftesparend für den nächsten Tag beim Laufen lockerer angehen, da nur die besten vier Athleten pro Team gewertet werden. Insgesamt konnte sich das Team über einen hervorragenden fünften Platz in der Tageswertung freuen.
In der offenen Wertung ging mit Andreas Kalb auch ein Starter aus der ersten Mannschaft an den Start. Mit 85 Sekunden Rückstand kam der Spitzenschwimmer gewohnt stark aus dem Wasser und lieferte auch bei den anderen beiden Disziplinen ein starkes Rennen, so dass er in dem stark besetzten Feld mit Rang 22 absolut zufrieden sein konnte. Mit einer seiner besten Schwimmleistungen überhaupt, war Wolfgang Gößwein nach der Auftaktdisziplin schneller als erwartet unterwegs. Sehr ordentlich lief es auch auf der welligen ersten Radhälfte. Danach machte sich im abschüssigen bzw. flachen Teil der Nachteil, dass er lediglich mit einem normalen Rennrad angetreten war, doch bemerkbar, was ihm dann auch fürs Laufen etwas Kraft kostete, wo er aber trotzdem noch unter 40 Minuten bleiben konnte. Als schnelle Schwimmerin hatte Anita Trinkerl mit den langsameren Schwimmern aus der kurz vor ihr gestarteten Schwimmgruppen zu kämpfen, weshalb sie dann mit ihrer Schwimmzeit mehr als zufrieden war. Ebenfalls sehr gut lief es auf der Radstrecke für sie. Dass sie nach ihrer langen Verletzungspause beim Laufen schon wieder solch eine Zeit hinlegen konnte, war schon fast beängstigend, ebenso wie ihre Platzierung mit dem 6. Gesamtrang. Als einziger Forchheimer Athlet auf die Mitteldistanz (2,2 km Schwimmen/ 88 km Radfahren/ 20 km Laufen) wagte sich Wolfgang Christel. Auch für ihn lief es im kalten Nass mit knapp über 35 Minuten sehr gut, auf seiner momentanen Paradedisziplin am Rad machte ihm dann jedoch zunächst der Gegenwind ziemlich zu schaffen, was sich mit fortlaufender Wettkampfdauer aber immer mehr besserte. Der Sichtkontakt zu einem seiner Trainingspartner nach dem zweiten Wechsel verleiteten ihn dann zu Beginn des Laufens zu einem zu hohen Anfangstempo, was sich nach 4 km mit Atem- und Krampfproblemen rächte. Letzlich konnte er einige Kilometer später jedoch wieder einen guten Rhythmus finden, so dass er zwei Kilometer vor dem Ziel den einzigen noch vor ihm gelegenen Altersklassenkonkurrenten um die Bayerische Meisterschaft überholen konnte und sich mit dem Bayerischen Altersklassenmeisterschaftstitel beglücken konnte.
Am Sonntag musste das Team dann als dritten von fünf Ligawettkämpfen erstmals einen Staffeltriathlon in Stadtsteinach hinter sich bringen. Zu absolvieren waren pro Teammitglied 450m im Stadtsteinacher Freibad, 6 km auf dem Rad und 2 km als abschließender Lauf, bevor der als Staffelstab fungierende Zeittransponder an den nächsten Starter übergeben wurde. In der Reihenfolge Hagen, Lotter, Schmidt, Seeberger, Trinkerl konnte sich das Team nach den ersten beiden Teilnehmern zwischen Platz 5 und 9 behaupten. Leider stürzte dann Thomas Schmidt auf dem verwinkelten Dreirundenradkurs, wodurch die Mannschaft den Kontakt zu den vorderen Plätzen etwas verlor. Dennoch sicherte sich das Team mit Platz 10 abermals ein ordentliches Resultat.
Ergebnisse vom Samstag und Sonntag
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