Starke Debütanten in Erlangen
Triathlon: Zehn Forchheimer beim Erlanger Kurz- und Mitteltriathlon am Start
Ein traditionell starkes Aufgebot schickten die Forchheimer Triathlonvereine am vergangenen Sonntag nach Erlangen. Als einzige Forchheimer Starterin wagte sich die künftige SSV’lerin Evelyn Schmidt über die Kurzstrecke (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 11,6 km Laufen) an den Start. Für sie sollte es gleichermaßen der erste Start über die olympische Triathlondistanz überhaupt sein. Um dem größten Gedränge aus dem Wege zu gehen, reihte sie sich beim Schwimmstart erst einmal im hinteren Feld ein, was sich im Nachhinein als clevere Entscheidung herausstellen sollte. Ein konstantes Tempo sowie das erstmalige Schwimmen im Neoprenanzug bescherten ihr bereits nach 29:36 Min. den ersten Wechsel. Auf der verregneten und windigen Radstrecke war sie stets darum bedacht, nicht zu viele Körner zu verschießen. So ging es nach 1:28:24 Std. auf die abschließende Laufstrecke, wo sie mit einer Laufzeit von 1:01:57 Std. noch einmal ordentlich aufdrehte und somit als 20.Frau (4.TW25) die magische Drei-Std.-Marke sogar um drei Sekunden noch unterbieten konnte.
Zum ersten Mal über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20,6 km Laufen) ging der Neu-VFB’ler Frank Gruß an den Start. Ohne Neoprenanzug entstieg er nach 41:13 Min. dem Kanalgewässer, bevor es für ihn richtig los ging. Mit 2:16:07 Std. auf dem Rad konnte er sich weit nach vorne arbeiten. Auch beim Laufen wusste er mit 1:33:44 Std. zu überzeugen, so dass er als 77. und somit schnellster Forchheimer nach 4:31:04 Std. finishen konnte.
Exakt drei Minuten hinter ihm erreichte Stefan Obenauf 96. und bester SSV’ler das Ziel. Im Schwimmen zeigte er sich mit 38:46 Min. im Vergleich zum Ligawettkampf vor zwei Wochen deutlich verbessert. Auch auf dem Rad erwischte er eine gute Gruppe, so dass er nach 2:26:31 Std. die Rad- gegen die Laufschuhe tauschen konnte. Mit der Spitzenlaufzeit von 1:28:46 Std. gelang es ihm nicht nur einige Konkurrenten zu überholen, sondern bei seiner dritten Teilnahme auch eine neue persönliche Bestzeit aufzustellen.
Bereits zum fünften Mal startete Jürgen Mirschberger über diese Distanz. Nachdem ihm kurz vor dem Start sein Neoprenanzug einriss, musste es sich im Wasser mehr als gewohnt quälen und erreichte in einer für ihn eher enttäuschenden Zeit von 36:45 Min. das Wechselzelt. Auf dem Rad lief es während der gesamten 80 km beinahe überragend. Mit 2:18:32 Std. konnte er eine neue Radbestzeit realisieren und als erster Forchheimer auf die Laufstrecke wechseln. In Anbetracht seiner eher spärlichen Laufkilometer blieb er auch hier mit 1:49:45 Std. im Rahmen seiner Möglichkeiten und finishte nach 4:45:02 Std. als 132.
Fünf Wochen nach seiner Langdistanz in Roth stellte sich der Oldie des SSV, Alfred Schlund, wieder an die Startlinie. Sehr wohl fühlte er sich in seiner sonst so ungeliebten Disziplin im Wasser. Zwar schwamm er mit angelaufener Schwimmbrille etwas zu weit, konnte aber trotzdem nach 41:33 Min. zum Radfahren wechseln. Auf dem Rad (2:24:58 Std.) konnte er einmal mehr seine Stärke ausspielen und verspürte richtig Druck in den Beinen. Mit einem soliden Lauf (1:44:51 Std.), bei dem er am Ende sogar noch zulegen konnte beendete er nach 4:51:22 Std. den Wettkampf als 159. (6.M50).
Sieben Plätze und eineinhalb Minuten hinter ihm erreichte mit Harald John der nächste SSV’ler das Ziel. Bei seiner Mitteldistanzpremiere hinterließ er einen ordentlichen Eindruck, wobei der ehemalige Wasserballer vor allem beim Schwimmen (32:32 Min.) zu überzeugen wusste. Mit einem gut eingeteilten Rennen auf dem Rad (2:35:45 Std.) und beim Laufen (1:44:31 Std.), wo er lediglich auf den letzten beiden Kilometern Probleme bekam, konnte er mit 4:52:48 Std. noch weit unterhalb der Fünf-Std.-Marke ins Ziel einlaufen.
Infolge einer Sommergrippe ging der VFB’ler Roland Hübschmann geschwächt an den Start. Zwar lief es beim Schwimmen (31:54 Min.), wo er sich dem größten Gedränge mit einer geraden Linie gut entziehen konnte, noch recht ordentlich. Doch schon auf den ersten Radkilometern merkte er, dass dieser Tag allenfalls als längere Trainingseinheit genutzt werden konnte. So stellte er sein Rad (2:40:50 Std.) weit hinter seinen Möglichkeiten in der Wechselzone ab. Nicht viel besser ging es ihm auf der Laufstrecke (1:48:33 Std.). Dem Finishergedanken Vorrang einräumend beendete er den Wettkampf nach 5:01:17 Std. als 208. knapp 30 Minuten langsamer als im Vorjahr.
Als 223. beendete Rüdiger Hecht (VFB FO) den Wettkampf. Als ehemaliger Leichtathlet fühlt er sich eher auf kürzeren Strecken wohl, wobei er mit einer Endzeit von 5:05:46 Std. (44:08 Min./2:38:37 Std./1:43:01 Std.) einen sehr soliden Triathlon absolvierte.
Etwas hinter seinen Erwartungen zurück blieb Carsten Thierfelder (SSV Fo). Beim Schwimmen (46:42 Min.) verlor er durch eine schlechte Orientierung und eine dadurch bedingte ungerade Linie viel Zeit. Auf dem Rad (2:40:41 Std.) konnte er nur spärlich den Abstand zu den enteilten Vorderleuten herstellen, was ihm einiges an Motivation kostete. Mit einer ordentlichen Laufleistung (1:47:09 Std.) finishte er nach 5:14:32 Std. als 247 knapp 9 Minuten über seiner Vorjahreszeit.
Ein weiterer Mitteldistanzdebütant fand sich im SSV’ler Thomas Wende. Beim Schwimmen (34:55 Min.) und Radfahren (2:45:44 Std.) befand er sich voll im Soll seiner anvisierten Zeit. Ein Anfängerfehler passierte ihm dann auf der Laufstrecke. Nach sehr schnellen 7 km zu Beginn, kam bei ihm der Mann mit dem Hammer und zwang ihn zu Gehpausen. Mit großem Kämpferherz finishte er nach 2:09:13 Std. in den Laufschuhen nach 5:29:52 Std. als 281.