Forchheimer Läufer erobern die Weltkulturerbestadt

Eine ganze Armada an Forchheimer Läufern und Triathleten wollte sich die fantastische Stimmung bei traumhaften Wetter nicht entgehen lassen und fand sich am Sonntag bei den verschiedenen Läufen des Weltkulturerbelaufes in Bamberg an der Startlinie ein.

Beim Halbmarathon durch die Bamberger Altstadt mit und entlang des Heins über das mit Kopfsteinpflaster und sämtlichen Bamberger Hügeln höchst anspruchsvolle Profil war Wolfgang Gößwein der schnellste. Der eigentlich als Sightseeing geplante Lauf wurde trotz der morgendlichen Radeinheit schnell ernst, nachdem es von Beginn an überraschenderweise super bei ihm lief. Lediglich auf den letzten fünf Kilometern hatte er leichte Probleme und musste noch sechs Kontrahenten ziehen lassen, um sich als hervorragender 30. feiern zu lassen. Als ersten Vorbereitungslauf im Rahmen seiner Marathonvorbereitung wollte Johann Schuler seine Form testen. Während er sich in den Tagen vor dem Lauf noch sehr müde fühlte, war davon am Sonntag nichts mehr zu spüren, so dass er trotz des harten Profils bis auf 45 Sekunden an seine Halbmarathonbestzeit heranlaufen konnte und sogar als Sieger der Altersklasse M 50 finishte. Auch Reinhold Trautner konnte weitere 22 Sekunden hinter Schuler auf einen nahezu ideal verlaufenen Wettkampf zurückblicken. Während er sich an den zahlreichen Anstiegen zurückhielt, ging seine Taktik, in den Flachpassagen Plätze gut zu machen, voll auf, so dass er als 41. sein Ziel Top-50 sogar deutlich erreichen konnte. Für Matthias Schlurick war es nach langer Verletzungs- und zweieinhalbjähriger Wettkampfpause ein Lauf ins Ungewisse. Den meisterte er in nahezu voll zurückgewonnener Form sogar noch unter der magischen 1:30-Stunden-Marke. Auch Martin Schulz absolvierte nach einem etwas verpatzten Start einen mehr als zufrieden stellenden Lauf ab und blieb weit unter seinem Ziel von 1:40 Stunde. Für Norbert Ludwig war der Halbmarathon nur als Training für den in Kürze anstehenden Rennsteiglauf über 73 km gedacht, was schon alleine die Tatsache unterstreicht, dass er am selben Tag vormittags noch ein 90-minütiges Lauftraining absolvierte. Dementsprechend locker ging er zusammen mit seinem Trainingspartner Christian Knof den Lauf an. Während Knof ab km 14 das Tempo etwas reduzierte, nutzte Ludwig seine gute Form, um doch deutlich schneller als erwartet wieder am Maxplatz einzulaufen. Alfred Schlund absolvierte den Lauf eher mit wenig Training, stürzte sogar über eine Bordsteinkante und konnte sich trotzdem als 13. seiner Altersklasse gut platzieren. Als Einstieg in die neue Saison, wo er wenn möglich eine Marathonzeit unter 3:30 Stunden anpeilt, nutzte Hubert Bartl den Lauf und konnte nach konstantem Tempo sogar zwei Minuten unter seiner anvisierten Zielzeit bleiben. Nicht einmal eine Minute trennten die beiden Triathleten Mario Kühlwein und Jürgen Mirschberger im Ziel. Während Halbmarathon-Debütant Kühlwein den Lauf eher vorsichtig anging und im Ziel mit dem Unterbieten der 2-Stunden-Marke um so glücklicher war, musste Mirschberger nach der bisher trainingsintensivsten Woche des Jahres dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. Wie es sich für einen Triathleten gehört, absolvierte er die An- und Abfahrt natürlich mit dem Rennrad. Etwas unsicher ob der eigenen Fähigkeiten nach einer Vorbereitung mit relativ geringem Trainingsaufwand ging Anni Lange an den Start. Voll zufrieden und glücklich erreichte sie dann trotzdem als 44. Frau das Ziel.

Den Glanzpunkt beim Brose-Lauf über ebenfalls nicht leichte 10,9 km setzte Vater Wolfgang und Sohn Simon Christel vom SSV Forchheim. Während der Filius als Gesamt-17. und Sieger der männlichen Jugend B ins Ziel kam, konnte sich Wolfgang Christel zusätzlich über den Treppchenplatz in seiner Altersklasse freuen. Als beste Forchheimerin der knapp 800 Frauen platzierte sich Andrea Krautheim-Zenk als 28. abermals in der Spitze. Nur knapp an einer zweistelligen Platzierung schrammte Katrin Lotter als 102. bei ihrem erst zweiten Laufwettkampf vorbei.

Ergebnisse der Forchheimer Läufer