Forchheimer Triathleten stürzen sich ins kalte Wasser

Beim BAUR-Triathlon in Altenkunstadt war lange Zeit nicht klar, ob überhaupt geschwommen werden konnte. Die letzte Messung im Main-Nebenarm ergab mit 14,2 Grad (Grenze: 14,0 Grad) letztlich, dass ein Schwimmen absolviert werden konnte, was aber von den ursprünglich angesetzten 1500m auf ca. 1100 m verkürzt wurde. Den Rest bildete ein welliger und windanfälliger 4-Runden-Radkurs mit insgesamt 40 km und ein abschließender Lauf nach Weismain über 10 km.

In der Spitzengruppe konnten sich Florian Loos und Andreas Kalb im Wasser positionieren, mussten aber nach der halben Schwimmstrecke und einer Tempoverschärfung den Kontakt zur Spitze etwas abreißen lassen. Andreas Kalb wechselte nach 15:10 Min. als Vierter aufs Rad, Florian Loos mit direktem Kontakt nur zwei Plätze nach ihm. Dort versuchte Kalb von Beginn an Druck zu machen, so dass er mit konstantem Abstand von ca. 100m vor Loos lag. Erst gegen Ende der dritten Radrunde wurden die beiden von einer neunköpfigen Gruppe, in der leider trotz Kampfrichterpräsenz nicht immer der Mindestabstand von 10m zum Vordermann eingehalten wurde, eingeholt. Nach 1:07:21 Std. auf dem Rad inkl. der beiden Wechsel gingen die beiden abermals zeitgleich auf die Laufstrecke. Hier gelang es Loos, das bessere Tempo vorzulegen, während Kalb auf der ersten Laufhälfte etwas Probleme hatte. Nach 37:52 Min. per pedes finishte Loos nach 2:00:23 Std. als 13. zwei Plätze vor Kalb, der exakt eine Minute nach ihm über die Ziellinie lief.

Sowohl Markus Trinkerl als auch Harald John hatten mit den kalten Wassertemperaturen ziemliche Probleme, um ihren Rhythmus zu finden. Dazu kam noch, dass das Platzgerangel mit der Konkurrenz im Wasser ein sauberes Schwimmen nahezu unmöglich machte. Trotzdem entstieg sowohl John (17:22) als auch Trinkerl (18:01) nach passablem Schwimmen dem Nebenarm. Auf dem Rad lief es für Trinkerl von Beginn an sehr gut, so dass er ordentlich Druck am Rad machen konnte und nach 1:10:01 Std. sein Rad gegen die Laufschuhe tauschen konnte, wo er ebenfalls ein hohes Tempo vorlegte. Lediglich gegen Ende der Laufstrecke musste er seinem beruflich bedingten verringertem Training etwas Tribut zollen und nochmals richtig kämpfen. Mit 38:34 Min. per pedes und 2:06:36 Std. platzierte er sich als hervorragender 27. Wesentlich länger dauerte die Auftauphase am Rad bei John, der erst in der dritten Runde richtig Druck aufs Pedal brachte. Ebenfalls bemerkbar machte sich bei ihm das harte Training vom Vortag, so dass er mit 1:18:04 Std. etwas hinter seinen Möglichkeiten blieb. Richtig gut lief es dann auf dem Weg nach Weismain (42:11), so dass auch er nach 2:17:37 mit Platz 68 ein ordentliches Resultat verbuchen konnte.

Einem ersten Test auf dem Weg zum Ironman Austria unterzog sich der Pinzberger Dominik Reichelt, der dabei seine Zeit vor zwei Jahren deutlich verbessern konnte. Mit Splits von 22:11,1:25:43,49:43 und 2:37:37 Std. gesamt landete er auf Rang 150.

Nach langwieriger Verletzungspause konnte es Anita Trinkerl kaum erwarten, endlich wieder an der Startlinie zu stehen, auch wenn sie vor allem im Laufen noch einen starken Trainingsrückstand vorzuweisen hat. Im kalten Nass kam sie zusammen mit der Zweitplatzierten (16:37) gleich aussichtsreich zum ersten Wechsel. Mit Vollgas ging es für sie über die vier Radrunden (1:19:43 Std.), wo sie trotzdem Konkurrentinnen ziehen lassen musste. Überglücklich lief sie nach einem nicht für möglich gehaltenen Lauf (45:04 Min.) als 6. Frau (2:21:24 Std.), zwei Minuten schneller als im Vorjahr, über die Ziellinie.